Teil 5: Hans Ulrich Rüdlinger

Datum: by Hotel Restaurant Zum Goldenen Kopf

Was bisher geschah:
In der letzten Episode hat Sascha die Familie Mathys kennengelernt, welche den «Goldenen Kopf» von 1634 bis 1752 besass. In dieser Episode lernt er das traurige Schicksal des nächsten Besitzers kennen.

Uns so geht es weiter:
Das Bild vor Saschas Augen verschwamm. Als er wieder zu sich kam, sah er zwei bekannte Gesichter. Es waren Abraham Pankraz Mathys und Hans Jacob Mathys. Noch bevor Sascha etwas sagen konnte, zog Abraham einen dicken Schlüsselbund hervor und übergab ihn einem grossen, in Militäruniform gekleideten Mann. Sascha konnte seine Neugierde nicht zurückhalten und fragte den Goldenen Kopf: «Wer ist denn der Herr in Uniform und was will er mit all den Schlüsseln?» Der Goldene Kopf drehte sich zu Sascha und entgegnete: «Das ist Hans Ulrich Rüdlinger aus dem Toggenburg. Er ist ein angesehener Leutnant im Militär, welcher das Gasthaus Zum Goldenen Kopf von den beiden Mathys Brüdern gekauft hat. Wieso sie das getan haben, bleibt mir bis heute ein Rätsel und ist, wenn du mich fragst, nach wie vor, ein Fehler.» Der Goldene Kopf schaute den Leutnant dabei bestürzt an. Sascha bemerkte, dass der Goldene Kopf bedrückt war und wollte nicht weiter nachfragen.

Plötzlich sprach der Goldene Kopf weiter: «Hans Ulrich Rüdlinger war zwar beim Militär, aber bei seinen eigenen Geschäften hatte er nicht so eine stramme Führung. Als er den Speisesaal im Jahr 1762 mit einem kostspieligen Deckengemälde schmücken wollte, fehlten ihm anschliessend die Gulden, um seine Schulden zu begleichen. Aus Verzweiflung seinen Ruf in Bülach und beim Militär zu verlieren, entschied er sich…» Der Goldene Kopf hielt inne und schaute Sascha an. «Weisst du was? Genug von solch fürchterlichen Geschichten. Willst du nicht lieber etwas viel Spannenderes erfahren?» «Was denn?», fragte Sascha. «Hast du schon einmal von Goethe gehört?» Sascha war selbst ein begeisterter Gedichteschreiber. Seine Leidenschaft entdeckte er, als seine Klasse das Thema Gedichte durchgenommen hat. «Der Goethe?! Na klar kenne ich den. Mein Lieblingsstück ist der Zauberlehrling. Wieso, ist er hier?!». Sascha war ganz aufgeregt. «Ruhig Blut mein Freund. Im Moment nicht, aber wenn du willst können wir ihn treffen.» «Auf jeden Fall! Nichts lieber als das!». Kaum ausgesprochen, wurde es einmal mehr schwarz vor Saschas Augen…

Ende des fünften Teils. Wie geht es weiter? Wird Sascha Goethe begegnen? Und was hatte Goethe in Bülach vor? Das erfahren Sie im sechsten Teil von «Saschas Abenteuer». Bleiben Sie gespannt!